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DCP: Das war der Deutsche Computerspielpreis 2018

Gestern, am 10. April, war es wieder so weit: Bei einer Gala im „Kesselhaus & Kohlebunker“ in München wurden die begehrten Trophäen des Deutschen Computerspielpreises 2018 vergeben. Welche Kategorien gab es und welche Spiele haben abgesahnt? Das alles erfährt Du hier.

Schon zum 10. Mal wurde am Dienstag der höchstdotierte Videospielpreis Deutschlands verliehen – kein Wunder, dass die Vergabe des Deutschen Computerspielpreises für die hiesigen Entwickler ein mit Spannung erwarteter Termin ist. Aber was hat es mit dieser Auszeichnung eigentlich auf sich?

Worum geht es beim DCP?

Der DCP wird bereits seit 2009 jedes Jahr an Spiele vergeben, die zu mindestens 80% in Deutschland produziert wurden. Seit 2015 gibt es unter den nunmehr insgesamt 14 Kategorien (fünf davon ohne Dotierung) allerdings auch drei Preise für internationale Spiele sowie einen Publikumspreis, der an ein deutsches oder ein internationales Spiel gehen kann. Wichtige Vergabekriterien, nach denen die Jury entscheidet, sind die allgemeine Qualität, Innovationsgehalt und Spielspaß, aber auch ausdrücklich der kulturelle und pädagogische Anspruch der nominierten Spiele.

Wer steckt dahinter?

Ausrichter des DCP sind das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, der Verband der deutschen Games-Branche „game“ sowie die Stiftung Digitale Spielekultur. Auf seiner Website bezeichnet sich der DCP als „wichtigstes Förderinstrument für die deutsche Gamesbranche“. Das belegt unter anderem die Tatsache, dass der DCP unter den deutschen Videospielpreisen mit 560.000 Euro bei Weitem am meisten Geld verteilt.

Und der Hauptpreis geht an…

Die diesjährigen Gewinner bilden eine große Bandbreite von Spielkonzepten ab. Am erfolgreichsten war dabei das Online-Multiplayer-Versteckspiel „Witch it!“ des vierköpfigen Entwicklerteams von Barrel Roll Games aus Hamburg. Neben dem Preis für das „Beste Deutsche Spiel“ räumte das Spiel auch in den Kategorien „Bestes Jugendspiel“ und „Bestes Internationale Multiplayer-Spiel“ ab. Insgesamt gewann das Team etwa 200.000 Euro plus 100.000 Euro Werbebudget. In dem Spiel müssen sich einige Spieler als „Hexen“ vor den anderen Spielern verstecken, die nach kurzer Vorbereitungszeit auf die Jagd nach ihnen gehen. Die Hexen können sich dabei in beliebige Gegenstände verwandeln, die sie unterwegs finden, während den Jägern verschiedene Mittel zur Verfügung stehen, die Hexen zu enttarnen.

Die weiteren Preisträger

Das „Beste Kinderspiel“ wurde das Schatzsuche-Rätselspiel „Monkey Swag“ von Tiny Crocodile Studios und kunst-stoff aus Berlin. In der Kategorie „Bestes Mobiles Spiel“ wurde „Card Thief“, ein Mix aus Schleichspiel und Solitär des Berliners Arnold Rauers ausgezeichnet.

Außerdem gab es Preisgelder für das „Beste Serious Game“ („Vocabicar“ von Quantumfrog), das „Beste Gamedesign“ („TownsmenVR“ von Handy Games), die „Beste Innovation“ („HUXLEY“ von Exit Adventures) und die „Beste Inszenierung“ („The long Journey Home“ von Daedalic Entertainment). Dem Anspruch der Nachwuchsförderung wurde der DCP mit den Kategorien „Nachwuchspreis mit Konzept“ und „Nachwuchspreis mit Prototyp“ gerecht, in denen auch die Zweitplatzierten noch einen Geldpreis erhielten. Hier setzten sich „Ernas Unheil“ von einer Entwicklergruppe der HTW Berlin, „Sunset Devils“ des Karlsruher Schülers Andreas Illenseer, „Fading Skies“ von Marc Fleps aus Hamburg und „Realm of the Machines“ von einem neunköpfigen Entwicklerteam der Hochschule München durch.

Bekannte Namen und ein guter Zweck

In den drei internationalen Kategorien finden sich natürlich etwas größere Namen. „Bestes Internationales Spiel“ wurde „Assassin’s Creed Origins“ von Ubisoft und die „Beste Internationale Spielewelt“ wurde „Horizon Zero Dawn“ von Guerilla Games und Sony Interactive Deutschland zugesprochen. Einzig das „Beste Internationale Multiplayer-Spiel“ war ein deutsches Produkt. Der Preis ging an den großen Sieger des Abends: „Witch it!“.

Undotiert waren weiterhin der Publikumspreis, der an das Rollenspiel „ELEX“ der Gothic-Erfinder Piranha Bites aus Essen ging, sowie der Sonderpreis der Jury. Dieser wurde dieses Jahr der Charity-Aktion „Friendly Fire“ verliehen, die 2017 zum dritten Mal stattfand und über 640.000 Euro für wohltätige Zwecke einspielte. Bei dem Event handelt es sich um eine Unterhaltungsshow, die von einer Gruppe bekannter YouTuber (der Titel verrät es: hauptsächlich mit Gaming-Content) veranstaltet und via Twitch übertragen wird.

Hast Du beim Livestream der DCP-Gala mitgefiebert? Und welches Spiel hätte auch noch einen Preis verdient gehabt? Schreib es uns in die Kommentare.

Titelfoto: Deutscher Computerspielpreis 2018

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