So promoten Sie Ihre App im App Store und im Google Play Store

Eine App für Android und iOS zu entwickeln und diese in den entsprechenden Stores anzubieten ist für den Erfolg ausschlaggebend, aber häufig nur die halbe Miete. Wir zeigen Ihnen, was Sie tun müssen, damit sich Ihre Downloadzahlen noch positiver entwickeln.

Ihre App ist bereits im Google Play Store oder in Apples App Store gelistet, aber die Downloadzahlen bleiben bislang hinter den Erwartungen zurück? Das kann einfache, aber auch tieferliegende Gründe haben. Denn nur Apps, die besonders gut bewertet und sehr häufig heruntergeladen werden, haben Chancen auf die vorderen Plätze in den Stores. Neben einer guten Nutzerführung und ansprechender Aufmachung ist auch die Auffindbarkeit der App über die Google-Suche entscheidend. Bevor Sie also jede Menge Geld in bezahlte Werbung stecken, sollten Sie unsere Tipps zur gezielten App-Promotion ohne monetären Aufwand kennen.

Faktor #1: Sorgen Sie für eine geeignete Suchwortoptimierung

Viele Nutzer suchen nicht über den App Store oder den Play Store nach Apps, sondern über die Google-Suche. Dabei ist es wichtig, die App optimal auf gängige Suchanfragen zum Thema der App zu optimieren. Hierfür können Sie insbesondere die App-Beschreibung nutzen und diese mit möglichst passenden Keywords ausstatten. Welche das sein können, finden Sie beispielsweise mit dem Keyword-Planer von Google AdWords heraus. Das Tool liefert Ihnen nicht nur wertvolle Hinweise darauf, wie oft bestimmte Wörter gesucht werden, sondern auch dazu, wie viel Wettbewerb es zu diesem Suchwort es gibt. Außerdem können Sie sich alternative Suchwörter empfehlen lassen und den Text der Beschreibung entsprechend optimieren.

Das (kostenpflichtige) Tool AppCodes wiederum hilft Ihnen, Ihre App speziell auf die Anforderungen des App Stores von Apple zu optimieren. Sie erhalten nicht nur Empfehlungen zu möglichen Suchwörtern, sondern auch Hinweise, welches Ranking Sie hiermit erreichen können.

Außerdem sollten Sie ein gewisses Augenmerk auf die Gestaltung des App-Namens selbst legen, wie nachfolgendes Video erklärt:

Video: YouTube / Johannes Keil

Faktor #2: Integrieren Sie die App an allen relevanten Stellen im Web

Haben Sie Ihre App bereits in Ihre sonstigen Vertriebskanäle und Customer Touchpoints integriert? Viele Unternehmen nutzen neben ihrer Website auch soziale Medien wie Facebook, Instagram oder XING, um mit ihrer Zielgruppe in Kontakt zu bleiben. Hier sollte Ihre App genauso zum Download angeboten und immer wieder erwähnt werden wie im hauseigenen E-Mail-Newsletter. Schließlich kostet Sie die Listung Ihrer App an allen relevanten Stellen kaum Mühen und kann für mehr Downloads führen.

Faktor #3: Promoten Sie die App über Ihre Vor-Ort-Präsenz

Besitzen Sie eines oder mehrere Ladengeschäfte, in dem Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen anbieten? Dann statten Sie es doch mit Werbung für Ihre App aus. Das kann sowohl über gedruckte Aufsteller als auch über simple Visitenkarten erfolgen, auf denen ein QR-Code und die entsprechenden Logos des App Stores oder des Play Stores abgebildet sind.

Auch auf Messen können Sie Ihre App einsetzen: Drucken Sie einfach die entsprechenden Codes auf Merchandisingmaterial, das Sie möglicherweise ohnehin produziert hätten. Ein Mitarbeiter, der auf der Messe ein T-Shirt Ihres Unternehmens trägt, kann genauso als mobiler Werbeträger für Ihre App fungieren wie die Giveaways, die Sie vor Ort verteilen lassen.

Auch Ihre Fahrzeugflotte sollte zumindest auf das Vorhandensein einer App hinweisen und die entsprechenden Store-Logos tragen.

Schaubild zur ASO-Vermarktung einer App

Die Vermarktung einer App in den Stores folgt einem Zweistufenmodell.

Faktor #4: Schaffen Sie Anreize für den App-Download

Eine App erzielt normalerweise deutlich höhere Verkaufszahlen als eine mobil optimierte Website. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass die Inhalte der App normalerweise schon beim Download komplett auf das Smartphone des Kunden geladen werden. Somit verhindern Sie, dass der Kunde unterwegs lange Wartezeiten, Verbindungsabbrüche oder Probleme mit der Darstellung auf seinem Gerät in Kauf nehmen muss.

Der Download Ihrer App kann und sollte also durchaus mit Anreizen verknüpft werden. Bieten Sie doch jedem Neukunden, der über Ihre App etwas bestellt, einen kleinen Rabatt an. Oder liefern Sie innerhalb der App Content aus, den es auf keinem anderen Kanal gibt. Diese Promotion kommunizieren Sie dann über Ihre üblichen Kanäle – und schon hat der Kunde einen Grund mehr, sich Ihre App herunterzuladen.

Faktor #5: Bitten Sie Ihre Kunden, die App zu bewerten

Wie bereits erwähnt, landen Apps, die besonders gut bewertet werden, im App Store-Ranking weiter oben. Doch nicht nur das: Gerade wenn Sie mit anderen Apps ähnlicher Couleur konkurrieren, werden sich potenzielle Downloader zunächst die Reviews in den Stores durchlesen. Daher sollten Sie innerhalb der App gelegentliche Aufforderungen einbauen, diese zu bewerten – und so nach und nach im Ranking steigen. Außerdem bekommen Sie so jede Menge Feedback darüber, was Sie an Ihrer App noch verbessern könnten.

Video: YouTube / Hooman

Zusammenfassung

  • Bei der App Store-Optimierung (ASO) werden verschiedene Faktoren optimiert, um möglichst viele Downloads für eine bestimmte App zu erreichen.
  • In Abgrenzung zur reinen Suchmaschinenoptimierung (SEO) wird hier versucht, einen Regelkreislauf zu schaffen, durch den Ihre App quasi zum Selbstläufer wird.
  • Je mehr Downloads und je bessere Bewertungen Ihre App erhält, umso prominenter wird sie im App Store (oder Play Store) platziert.
  • Platzieren Sie die App an allen passenden Stellen – sowohl in Ihren Webauftritt als auch in sozialen Medien.
  • Im Offline-Bereich sollten Sie über In-Store-Promotion oder Giveaway-Bedruckung beispielsweise mit QR-Codes nachdenken.
  • Schaffen Sie konkrete Anreize für den App-Download, da diese später möglicherweise höhere Verkaufszahlen generiert als beispielsweise eine Website.
  • Fordern Sie Ihre Kunden auf, die App bei Gefallen zu bewerten.

Welche der vorgestellten Maßnahmen zur App-Promotion setzen Sie bereits um? Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem ASO-Regelkreislauf bisher? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

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